Corrado Puglia
Corrado Puglia Laserspezialist und Inhaber. Behandelt ausschliesslich Männer und führt jede Sitzung persönlich durch. Mann behandelt Mann
Technik

Drei Wellenlängen, durchgehende Kühlung

Warum wir uns für dieses System entschieden haben – und warum ein gutes Gerät allein nicht genügt.

Medical Laser Clinic an der Löwenstrasse

Wärme statt Schlag

Das Laserlicht wird vom Pigment im Haar aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Diese Wärme läuft den Haarschaft hinunter bis zur Wurzel und schaltet sie aus. Entscheidend ist der Unterschied im Pigment: Das Haar nimmt deutlich mehr Licht auf als die Haut ringsum. Genau dieser Kontrast bestimmt, wie gut eine Zone anspricht.

Mehrere Impulse pro Sekunde statt eines heissen Schusses
Gleitendes Verfahren über die ganze Fläche
Die Haut ringsum bleibt unbeeinträchtigt
Der Kontrast zwischen Haar und Haut entscheidet
Wirkprinzip

Selektive Photothermolyse

So heisst das Prinzip, auf dem jede Laser-Haarentfernung beruht. Es beschreibt, wie sich eine Struktur im Gewebe gezielt erhitzen lässt, ohne die Umgebung mitzuerwärmen.

1

Ein Farbstoff nimmt das Licht auf

Jedes Gewebe absorbiert Licht unterschiedlich stark, je nach Wellenlänge. Im Haar ist Melanin der Farbstoff, der die Energie aufnimmt – dasselbe Pigment, das dem Haar seine Farbe gibt. Die Wellenlänge wird so gewählt, dass Melanin sie deutlich stärker aufnimmt als das umliegende Gewebe. Genau daher kommt das Wort „selektiv": Der Laser trifft alles, aber nur das Haar erhitzt sich nennenswert.

2

Der Impuls ist kürzer als die Abkühlzeit

Jede erhitzte Struktur gibt ihre Wärme über die Zeit an die Umgebung ab. Wie lange das dauert, hängt von ihrer Grösse ab – ein dickes Terminalhaar braucht dafür deutlich länger als die feinen Strukturen der Oberhaut. Dauert der Impuls kürzer als diese Abkühlzeit, bleibt die Wärme im Haar gefangen, während die Haut ringsum sie längst abgegeben hat. Das ist der eigentliche Trick, und deshalb ist die Impulsdauer eine ebenso wichtige Einstellung wie die Energie.

3

Die Wärme erreicht die Wachstumszone

Entscheidend ist nicht der Haarschaft selbst, sondern die Region weiter unten im Follikel, in der die teilungsfähigen Zellen und die versorgende Haarpapille sitzen. Dorthin gelangt die Wärme über den Schaft. Wird diese Zone ausreichend erhitzt, bildet der Follikel kein Haar mehr nach. Wird sie nur teilweise erreicht, kommt das Haar dünner und heller zurück – das erklärt, warum sich das Ergebnis über die Sitzungen aufbaut statt schlagartig einzutreten.

4

Nur Haare in der Wachstumsphase sind erreichbar

Ein Haarfollikel durchläuft drei Phasen: Wachstum, Übergang und Ruhe. Nur in der Wachstumsphase ist der Schaft mit der Papille verbunden und enthält genug Pigment, um die Wärme dorthin zu leiten. Zu jedem Zeitpunkt befindet sich nur ein Teil aller Haare in dieser Phase, je nach Körperregion unterschiedlich viel. Das ist der Grund für die Serie: Jede Sitzung erreicht einen anderen Teil der Follikel.

Wellenlänge und Eindringtiefe

Warum drei Wellenlängen mehr können als eine

Je länger die Wellenlänge, desto tiefer dringt das Licht ein – und desto weniger stark wird es vom Pigment aufgenommen. Beides zusammen ergibt die Aufgabenteilung.

WellenlängeAufnahme durch PigmentEindringtiefeWofür geeignet
755 nm hoch gering Feines und helleres Haar, helle Hauttypen
810 nm mittel mittel Der Arbeitsbereich für die meisten Körperzonen
1064 nm gering hoch Tief sitzende Follikel und dunklere Hauttypen

Bei dunklerer Haut liegt mehr Pigment in der Oberhaut. Eine Wellenlänge, die stark von Pigment aufgenommen wird, würde dort zu viel Energie abgeben. Die längste Wellenlänge umgeht dieses Problem, weil sie weniger stark aufgenommen wird und trotzdem tief genug reicht.

Die drei Wellenlängen

Jede hat eine eigene Aufgabe

755

755 Nanometer

Erfasst das breiteste Spektrum an Haartypen und Haarfarben. Die Grundeinstellung für helle bis mittlere Hauttypen.

810

810 Nanometer

Dringt tiefer ein und arbeitet schneller. Damit werden grosse Flächen wie der Rücken in einer Sitzung machbar.

1064

1064 Nanometer

Umgeht das Pigment der Oberhaut weitgehend. Deshalb sind auch gebräunte und dunklere Hauttypen behandelbar.

Kühlung im Impuls

Der Laserkopf kühlt während des Impulses, nicht erst danach. Deshalb ist keine Betäubung nötig.

Tiefe der Follikel

Am Rücken und im Bartbereich sitzen die Wurzeln tiefer als an Armen oder Beinen. Die Wellenlänge muss dorthin reichen.

Dichte der Fläche

Mehr Haare auf gleicher Fläche bedeuten mehr Wärme in der Haut. Die Impulsfolge wird entsprechend angepasst.

Dicke der Haut

Am Hals und im Intimbereich ist die Haut dünner. Dort wird die Energie niedriger und die Kühlung stärker gesetzt.

Pigmentierung

Gebräunte Haut nimmt mehr Licht auf. Nach Sonne oder Solarium warten wir, statt die Werte zu erhöhen.

Warum das Gerät allein nicht genügt

Ein Laser kann nur so gut arbeiten, wie er eingestellt ist. Dieselbe Maschine liefert bei falschen Werten entweder kein Ergebnis oder eine gereizte Haut. Wir legen deshalb für jede Zone eigene Werte für Energie, Impulsdauer und Kühlung fest und führen sie über die Serie nach – je nachdem, wie Ihre Haut auf die vorherige Sitzung reagiert hat.

200 WLaserleistung
3Wellenlängen
I–VHauttypen
Laserbehandlung
Hauttypen

Jeder Hauttyp lässt sich behandeln

Der Laser unterscheidet Haar und Haut über das Pigment. Wie gross dieser Unterschied ausfällt, hängt von Ihrem Hauttyp ab – und damit, welche Wellenlänge und welche Werte wir wählen. Behandelbar sind alle sechs. Deshalb bestimmen wir Ihren Hauttyp vor der ersten Sitzung.

Typ I Sehr helle Haut, oft rötliches oder hellblondes Haar, Sommersprossen Der Abstand zwischen Haar und Haut ist hier am grössten Sehr gut behandelbar, sofern das Haar dunkel genug ist
Typ II Helle Haut, blondes bis hellbraunes Haar, helle Augen Dunkles Haar lässt sich hier besonders genau treffen Sehr gut behandelbar, unkomplizierte Einstellung
Typ III Hell bis leicht getönt, dunkelblondes bis braunes Haar Der häufigste Hauttyp in unserer Praxis Sehr gut behandelbar, bewährte Werte je Zone
Typ IV Olivfarbene Haut, dunkelbraunes Haar, braune Augen Haut und Haar liegen im Pigment näher beieinander Gut behandelbar mit längerer Wellenlänge
Typ V Dunkelbraune Haut, schwarzes Haar Wir arbeiten mit 1064 nm – die Wellenlänge, die die Haut schont Gut behandelbar mit angepassten Werten
Typ VI Tief dunkle Haut, schwarzes Haar 1064 nm und längere Impulse sind hier der Standard Gut behandelbar, wir starten mit einer Probefläche
Warum wir den Hauttyp bestimmen

Der Hauttyp bestimmt die Werte, nicht das Ergebnis

Bei allen sechs Typen lässt sich behandeln. Was sich unterscheidet, sind Wellenlänge, Energie und Impulsdauer. Genau dafür hat unser Gerät drei Wellenlängen – damit für jede Kombination aus Haut und Haar die passende zur Verfügung steht. Bei den Typen V und VI beginnen wir mit einer kleinen Probefläche und legen die Werte in der zweiten Sitzung endgültig fest.

Zur Einordnung

Laser oder IPL – der Unterschied

Beides arbeitet mit Licht und beidem liegt dasselbe Prinzip zugrunde. Der Unterschied liegt darin, wie gebündelt und wie gezielt dieses Licht ist.

IPL-Blitzlampe

Breitbandlicht über einen weiten Wellenlängenbereich, mit Filtern eingegrenzt
Das Licht läuft auseinander, die Energie verteilt sich mit der Tiefe
Ein Teil des Spektrums wird von der Haut aufgenommen statt vom Haar
Geringere Tiefenwirkung, dadurch mehr Sitzungen nötig
Bei dunkleren Hauttypen schwieriger sicher einzustellen

Diodenlaser

Eine definierte Wellenlänge, kein Spektrum
Gebündeltes Licht, die Energie bleibt bis in die Tiefe zusammen
Die Wellenlänge ist auf die Aufnahme durch Haarpigment ausgelegt
Erreicht auch tief sitzende Follikel an Rücken und Bart
Mit der längsten Wellenlänge auch bei dunklerer Haut anwendbar

IPL ist kein untaugliches Verfahren – bei hellem Hauttyp und dunklem, oberflächlich sitzendem Haar erzielt es durchaus Ergebnisse. Für kräftiges, tief sitzendes Männerhaar ist der Laser jedoch die gezieltere Wahl.

Grenzen

Wo der Laser nichts ausrichtet

Weisses, graues und sehr helles Haar
Der Laser braucht Pigment im Haar, um Wärme zu erzeugen. Fehlt das Pigment, passiert nichts – unabhängig von Gerät und Einstellung. Das gilt für weisses und graues Haar vollständig und für sehr helles Blond weitgehend. Diese Einschränkung sagen wir Ihnen in der Beratung und nicht nach der dritten Sitzung.
Frisch gebräunte Haut
Nach intensiver Sonne oder Solarium ist mehr Pigment in der Oberhaut, das Laserlicht aufnimmt. Wir behandeln dann nicht, sondern verschieben den Termin um zwei bis vier Wochen. Das ist keine Vorsicht ohne Grund, sondern verhindert Verbrennungen.
Tätowierte Stellen
Tätowierte Haut wird ausgespart. Die Farbpigmente nehmen das Laserlicht auf, was die Tätowierung schädigen und die Haut verletzen kann. Ringsum können wir behandeln, auf der Tätowierung nicht.
Muttermale und Pigmentflecken
Sie werden vor der Behandlung abgedeckt und ausgespart. Lassen Sie auffällige oder neue Muttermale vorher dermatologisch abklären – diese Beurteilung ist nicht Teil unserer Behandlung.

Passt die Technik zu Ihrem Haartyp?

Das lässt sich in der Beratung in wenigen Minuten klären – inklusive Hauttyp-Bestimmung und einer realistischen Einschätzung.

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